Carnac, Lorient, Josselin und Merlins Grab

Die letzten beiden Tage verbrachten wir im Süden der Bretagne.

Auf dem Weg nach Carnac stoppen wir kurz in Pont-Aven. Dieser Ort ist bekannt, da der Maler Frédéric Gauguin hier einige Zeit lebte und sich von der Landschaft zu einigen Bildern inspirieren ließ.

Pont-Aven

Pont-Aven

Pont-Aven

Pont-Aven

Zunächst besuchten wir die prähistorische Fundstätte in Carnac. In dem Gebiet finden sich zahlreiche Mehalithen. Die Anlage entstand zwischen 5000 und 3500 v. Chr. und ist damit etwas älter als die sehr bekannte Fundstätte in Stonehenge. Rund 3000 Steine sind auf dem Gelände noch zu sehen, teilweise sind die Steine mittlerweile im Meer verschwunden, da der Meeresspiegel in den letzten tausend Jahren um mehrere Meter angestiegen ist. Die Steine sind teilweise in langen Reihen angeordnet, andere stehen in kreisrunden Formationen. Warum die Megalithen genau hier und in dieser Form aufgestellt wurden ist bis heute ungeklärt. Aktuell können die Steinformationen im Rahmen eines Spaziergangs besichtigt werden. Neben großen Megalithfeldern konnten wir auch den mit 6,5m hohen „Géant du Manio“ besichtigen.

Carnac

Carnac

Carnac

Carnac

Carnac

Carnac

Carnac

Lamm

Géant du Manio

Unsere Route führte danach weiter Richtung Quiberion. Die Küste dieser Halbinsel soll besonders sehenswert sein. Nachdem wir uns im Kollonenverkehr im Stopp-and-Go in 30 min keine 10 km weit bewegt hatten und noch ein Strecke von ca. 15 km vor uns lag, beschlossen wir umzukehren und gleich ins Quartier zu fahren.

Heute Vormittag besuchten wir die kleine Stadt Lorient. Hier konnten wir eine ehemalige deutsche U-Boot-Basis besuchen. Die Anlage wurde in den Jahren 1940-1944 von den deutschen Truppen aufgebaut und in der Atlantikschlacht genutzt. Entlang der französischen Küste wurden von den Deutschen insgesamt 5 U-Boot-Basen errichtet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Basis bis 1997 vom französischen Militär weitergenutzt, ehe sie der Stadt zurückgegeben wurde. Nachdem eine Entsorgung der massiven Betongebäude (teilw. Deckenstärken von mehr als 7 Metern) sehr teuer wäre blieben die Bunker stehen. Heute ist das Areal als Museum zugänglich, auch zahlreiche Firmen siedelten sich hier an, sodass Lorient heute ein wichtiges Zentrum für Rennbootbau ist.

Im Zuge einer Führung besuchten wir die U-Boot-Basis Keroman. Rund 15.000 Arbeiter waren am Bau der Anlage beteiligt. Bereits im Juli 1940 konnten die ersten U-Boote in der Station repariert und versteckt werden. Die erste Ausbaustufe Keroman 1 und 2 bot Platz für 12 U-Boote. Im Jahr 1943 wurde ein weiteres Gebäude errichtet: In Keroman 3 konnten 15 U-Boote untergebracht werden. Ein weiterer Ausbau der Basis (Keroman 4) wurde durch die allierte Landung in der Normandie verhindert. Im Rahmen der Tour konnten wir einen Blick auf die Verlademechanik werfen, der Guide zeigte uns auch die massiven Stahltore die den Eingang zu den einzelnen Docks sicherten. Gemeinsam besichtigten wir Docks in Keroman 3 und stiegen bis in die Flakktürme hinauf.

Keroman

Keroman

Französisches U-Boot

Keroman

Keroman

Keroman

Keroman

Keroman

Keroman

Stahltor zur Sicherung eines U-Boot-Docks

U-Boot Dock in K3

U-Boot Dock in K3

K3

Schacht zwischen Decke und „Fangrost“

Aussicht auf K1 und K4

Dach von K3

Hafen mit gesunkenen Schiffen

Hafen

K3

Gesunkenes Schiff

K3

K3

U-Boot-Einfahrt in K1

Straße zwischen K1 und K4

Nach dieser intensiven, informativen und spannenden Führung gingen wir in Lorient noch Mittagessen. Für Reini gab es eine französische Spezialität: Croque Madame (Doppelter Toast mit Schinken, Käse und Spiegelei).

Mittagessen in Lorient

Croque Madame

Am Nachmittag erreichten wir Josselin. Ein bezauberndes bretonisches Dorf am Brest-Nantes Kanal und wurde bereits im 16 Jahrhundert aufgrund seiner strategisch günstigen Lage mit einer Festung ausgebaut. Diese tront noch heute über dem Kanal. Daneben ist das Dorf reich an Fachwerkhäusern und alten Steinbauten. Vom Kirchturm konnten wir uns einen Überblick über die alten Häuser und die Festung machen. Im Anschluss besuchten wir noch eine Schleuse am Brest-Nantes-Kanal. Mit einigen anderen TouristInnen sahen wir auch zwei Boote die Schleuse flussaufwärts passieren.

Josselin

Josselin

Josselin

Josselin

Josselin

Josselin

Esther beim Geocachen

Josellin

Josellin

Schleuse im Brest-Nantes-Kanal

Josellin

Bei unserem letzten Stopp hatten wir mit dem Wetter leider wieder kein Glück. Wir wollten im Waldgebiet rund um Paimpont spazieren gehen, soll es sich bei diesem Waldgebiet doch um den sagenumwobenen Broceliande handeln. Hier soll König Artus sein magisches Schwer Excalibur erhalten haben und der Magier Merlin bestattet sein. Leider begann es bei unserer Ankunft heftig zu regnen, sodass wir nur kurz einen Sprung zu Merlins Grab und zu einem Jungbrunnen schauten.

Merlins Grab

Fontaine de Jouvence

Im Laufe des Tages entdeckten wir in einem Supermarkt zum ersten Mal Schnecken:

Schnecken im Supermarkt

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